„Bio“ auf einer Verpackung und „biologisch“ beim Lebensmittel bedeuten nicht automatisch, dass alles in die Biotonne gehört. Entscheidend ist, welche Abfälle das Wiener Sammelsystem annimmt.
Ein einfacher Ablauf für die Küche
- Pflanzliche Reste getrennt sammeln. Ungekochte und ungewürzte Obst- und Gemüseabfälle sowie Tee- und Kaffeesud sind geeignete Beispiele. Auch Pflanzenreste können dazugehören; größere Gartenmengen brauchen eine gesonderte Prüfung.
- Speisereste aussortieren. Fleisch, Knochen, Eier, Milchprodukte sowie gewürzte oder gekochte Speisen gehören laut Wiener Vorgaben nicht in die Biotonne. Orientiere dich an der Liste der Stadt, statt Regeln aus einer anderen Gemeinde zu übernehmen.
- Verpackungen entfernen. Nimm Schalen, Folien und andere Verpackungen heraus. Verpackungen aus Bio-Plastik gehören grundsätzlich in die dafür vorgesehene Verpackungssammlung, nicht einfach zum pflanzlichen Inhalt.
- Den Sammelbehälter passend leeren. Wirf die Abfälle möglichst ohne Sackerl ein. Die aktuellen Hinweise der MA 48 erklären auch den Umgang mit Sammelsackerln und Sonderfällen. Reinige deinen Küchenbehälter regelmäßig.
- Sammelstelle finden. Im Stadtplan unter „Saubere Stadt“ beziehungsweise in der 48er-App kannst du passende Standorte suchen. Halte die Umgebung der Tonne sauber und stelle keine zusätzlichen Säcke daneben.
Zwei typische Zweifelsfälle
Große Mengen Erde, Wurzelstöcke und grober Grünschnitt sind kein Fall für die kleine Haushalts-Biotonne. Prüfe dafür die Mistplatzvorgaben. Auch Batterien, Medikamente und Chemikalien haben eigene Sammelwege.
Wenn du unsicher bist, suche den konkreten Gegenstand im Mist-ABC oder frage bei der Abfallberatung nach. Eine kleine Liste an der Innenseite des Küchenschranks kann helfen, wenn mehrere Personen den Haushalt teilen.
Offizielle Informationen
Stand: 3. Oktober 2026. Prüfe aktuelle Voraussetzungen, Preise und Termine auf den verlinkten Serviceseiten.
