Wirtschaftsflüchtlinge,Asylanten,Heimatvertriebene ...

Romantisierung

von Manfred Maurer

TAUSENDE MENSCHEN ZIEHEN derzeit aus den Krisenregionen dieser Welt über Österreich nach Deutschland. Diese Flüchtlings- und Migrationswelle bedeutet eine der größten Herausforde­rungen der Europäischen Union. Weil die Massen nicht immer und überall nur mit offenen Armen aufgenommen wer­den und nicht wenige hierzulande in der Menschenflut aus fernen Kulturen auch ein Problem sehen, hörte man in den vergangenen Wochen oft den Hinweis darauf, wie großherzig und selbstlos die Österreicher doch bei früheren Flucht­wellen gehandelt hätten.

Neben der großen Flucht nach dem Ungarn-Auf­stand 1956 und während der Balkan­kriege in den 1990er Jahren wird immer wieder auch auf die Nachkriegszeit ver­wiesen. Damals hätten die Österreicher selber nichts gehabt, aber trotzdem die vielen Volksdeutschen viel weniger pro­blematisch integriert, als dies heute im viertreichsten Land Europas der Fall ist.

WER VON DER GESCHICHTE keine Ahnung hat, den wird der Vergleich be­eindrucken und beschämen. Das Pro­blem: Der Vergleich hinkt nicht nur ein bißchen, er ist in jeder Hinsicht unzuläs­sig.

Heimatvertriebene

Heimatvertriebene abonnieren