Prozess gegen DI Wolfgang Fröhlich wegen NS-Wiederbetätigung (alle Fotos © Alfred Nechvatal)

Diplomingenieur Wolfgang Fröhlich während einer Verhandlungspause

Der seit über einem Jahrzehnt wegen (wiederholter) "NS-Wiederbetätigung" inhaftierte DI Wolfgang Fröhllich musste sich am 4.März 2019 vor einem Geschworenensenat beim Landesgericht Krems verantworten wegen des Vorwurfes,  er habe erneut gegen Bestimmungen des NS-Verbotsgesetz gehandelt.

Der angeklagte DI Wolfgang Fröhlich wurde freigesprochen und > in den späten Abendstunden aus der (fünfzehn Jahre langen) Haft entlassen !!!!!

Vor Beginn der Verhandlung standen einige Fotografen, Reporter und "Sympathisanten" vor dem Seiteneingang des Schwurgerichtssaals und warteten auf das Erscheinen des angeklagten Diplomingenieur Wolfgang Fröhlich. (Dieser Seiteneingang befindet sich wenige Meter entfernt von der Wartezelle, in dem sich Angeklagte vor der Verhandlung aufhalten).

DI Wolfgang Fröhlich kommt aus dem Haftraum ..

und betritt den Schwurgerichtssaal.

Unter den Wartenden (im Foto rechts hinten mit Handy) ein ungemein phantasiebegabter Verfasser von "Gerichtssaalreportagen", die oftmals mit realen Vorgängen wenig, zuweilen gar nichts zu tun haben.

Während des Wartens gab es zwischen den "Phantasiebegabten" und Wienpost-Fotograf ein kurzes Gespräch:

WP-Fotograf: "Werden sie diesmal auch wieder die Verhandlung vorzeitig verlassen und dann einen "nicht ganz wahrheitsgemässen"  > Prozessbericht verfassen ?"

"Antwort" des "Phantasiebegabten": "Sie werden doch nicht glauben, dass ich Verständnis für den da (dem angeklagten Akadmiker W.F.) habe " ...

Replik von WP-Fotograf: "Ich fotografiere und berichte nur objektiv von (Prozess)Vorgängen, enthalte mich aber einer (subjektiven) Beurteilung !". Ende des Gespräches.

Anmerkung: Mit seinem von unverhohlenen Abneigung gegenüber (Un)Rechtsunterworfene geprägten "Unverständnis" für den angeklagten, seit 13 Jahren inhaftierten Akademiker Wolfgang Fröhlich hat der "phantasiebegabte" Schreiber von "Gerichtssaalreportagen", die oftmals mit der Realität wenig bis gar nichts zu tun haben, einer offenbar ausgeprägten Neigung Ausdruck verliehen:

Immer auf der Seite des Mächtigen zu sein, und sich nie mit der (auch) vor 2000 Jahren gestellten Frage zu befassen: "Was ist Wahrheit? "

Oder darüber nachzudenken, warum  nahezu die gesamte geistige Elite Österreichs - Franz Grillparzer, Franz Kafka, Karl Kraus, Thomas Bernhardt, uva - eine äußerst negative Einstellung zu Österreichs (Un)Rechtssprechung hatten .....

Die Verhandlung

Unmittelbar nachdem DI Wolfgang Fröhlich den Verhandlungssaal betreten, eilen die Fotografen Reporter und "Sympathisanten" in den Verhandlungssaal.

Auch der phantasiebegabte Gerichtssaalreporter, der (erwartungsemäss) nach kurzer Verweildauer den Verhandlungssaal verlässt - exakt um 10:43 Uhr - und lediglich eine dreiviertel Stunde der bis in den späten Abenstunden dauernden Verhandlung beigewohnt..

Im nahezu vollbesetzten - darunter geschätzt zwei Dutzend "Sympathisanten" des Angeklagten - großen Schwurgerichtssaal des LG Krems hatte ein Geschworenensenat zu befinden, ob über den mehrfach wegen Verstoß gegen § 3h Verbotsgesetz Verurteilten erneut eine mehrjährige Haftstrafe und die "Maßnahme" (Unterbringung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher) verhängt werden soll.

Diese Verhandlung am 4. März 2019 war infolge einer OGH-Entscheidung anberaumt worden, da Österreichs Höchstgericht ein vorgegangenes Urteil aufgehoben hatte.

In ihren Eingangspladoyer hatte die Anklägerin den (falschen) Vorwurf erhoben, der Angeklagte hätte sich einer "Holocaust-Leugung" schuldig gemacht.

Der angeklagte Diplomingenieur - der sich, das darf vorbemerkt werden, während  der ganzen Verhandlung nahezu mustergültig verhalten und sicherlich von seinen Rechtsfreund, den erfahrenen Strafverteidiger Dr. Blaschitz bestens beraten - korrigierte das Vorbringen der Anklägerin dahingehend, dass er NIE den Holocaust geleugnet !

Er habe - auf Anraten von ihm wohlgesinnten jüdischen Freunden - darauf hingewiesen, dass durch die Behauptung, es seien Millionen Juden vergast worden, die jüdische Gemeinde wissentlich und willentlich diskreditiert werde.

Aufgrund seiner Erfahrungen als Verfahrenstechniker und Erbauer von Vergasungsanlagen sei er überzeugt davon, dass die Behauptungen, Millionen Juden seien mit Zylon B vergast worden, nicht richtig sein können.

Nie und nimmer habe er sich damit befasst, wieviele Juden während der NS-Zeit zu Tode kamen, bzw. sich mit der publizierten Zahl vom 6 Millionen ermordeter Juden auseinandergesetzt oder gar diese Zahlangaben bestritten.

Lediglich die Behauptung, dass mit dem Gas Zyclon B Menschen umgebracht wurden, bestreite er aufgrund wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufe sich dabei auf die verfassungsgarantierte Freiheit der Wissenschaft. 

Die Möglichkeit, dass ihm bei diesen seinen Erkenntnissen Irrtümer passiert sein können, kann und will er nicht in Abrede stellen und würde seine Ansichten sofort revidieren, falls ihm anhand wissenschaftlicher Beweise die Unrichtigkeit seiner Ansichten nachgewiesen werden würde.

Sein Beharren auf seine Erkenntnisse, die er unter Berufung auf die Freiheit der Wissenschaft unzähligen Amtsträger zur Kenntnis gebracht, hatte zur Folge, dass Gutachten über seine geistig-seelischen Befindlichkeiten erstattet wurden, die sich teilweise widersprachen.

Aufgrund der Sach- und Rechtslage fällten - nach langer und sicherlich gewissenhafter Beratung - die Geschworenen ein dem Ansinnen der Staatsanwältin (Einweisung in ein Irrenhaus, salopp ausgedrückt) entgegengesetztes Urteil, worauf der angeklagte Akademiker Wolfgang Fröhlich sofort aus der Haft entlassen wurde - siehe nachfolgende Pressenachrichten

Kleine Zeitung

NÖ Nachrichten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DI Wolfgang Fröhlich erneut vor Gericht